Wir haben hier weitere Details zu unseren Außenanlage Do-It-Yourself Projekten Terrasse, Hecke und Bewässerungsanlage.

Natürlich sind wir keine Profis, haben aber viel Ausdauer und nehmen uns immer ausreichend Zeit für die Recherche im Internet, bei Fachgeschäften und Familie und Freunden, sodass wir immer super zufrieden mit dem Ergebnis sind.

Wer auch einiges in Eigenregie machen möchte, findet hier vielleicht ein paar gute Tipps. 🙂

Hecke

Eine robuste, schnellwachsende und dickblättrige Hecke ist die Lorbeerkirsche „Novita“. Sie wächst um die 40-60cm pro Jahr, ist ganzjährig grün und winterhart. Und sie lässt sich fast ganzjährig pflanzen.
Diese Eigenschaften haben uns direkt überzeugt und wir haben in den ersten Wochen nicht schlecht gestaunt wie schnell sie wächst. Wir können sie also nur wärmstens empfehlen.

Man kann sich natürlich auch bei Gärtnereien beraten lassen. Wir hatten einige angeschrieben, leider aber nie Feedback erhalten. Deswegen haben wir dann unsere Pflanzen online zu einem günstigeren Preis bestellt.

Die Pflanzen kamen in 2 Paketen per DHL gelierfert. Wir haben erst blöd geguckt, weil wir uns einfach nicht vorstellen konnten, dass dort 75 50-70cm große Pflanzen drin sind, die für unsere 30m lange Hecke ausreichen soll.
Aber sie waren alle richtig gut verpackt und hatten keinerlei Schäden.

Man kann die Pflanzen sehr dicht zueinander pflanzen, wenn man es sehr eilig hat, dass sie dicht wird, ansonsten richtet sich der Pflanzabstand nach der Größe der gekauften Pflanze. Wir haben 50-70cm große Pflanzen gekauft und einen Abstand von 40cm zwischen ihnen eingehalten. Zum Zaun muss je nach örtlichen Vorschriften auch ein Mindestabstand von 50cm eingehalten werden. Hier sollte man sich auf jeden Fall vorab informieren.

Als erstes haben wir den Graben ausgehoben. Die Tiefe richtet sich hier nach der Höhe der Pflanze, so wie sie vorab im Topf war.
Danach haben wir die Pflanzen verteilt, um die Abstände gegebenenfalls zu korrigieren und den Abstand zum Zaun mithilfe einer Richtschnur markiert, sodass die Pflanzen alle auf der gleichen Höhe eingepflanzt werden.

Bevor die Hecke gepflanzt wird, sollte man die Pflanzen gut wässern. Am Besten stellt man sie kurz in einen Wassereimer, sodass alles gut nass wird.
Dann wird die Pflanze in das Loch gesetzt und leicht angedrückt.
Anschließend muss noch Dünger auf die Pflanzen, damit sie gut wachsen können und alle Nährstoffe dafür vorhanden sind. Hornspähne, die man auch im Baumarkt findet, eignen sich hier sehr gut.

Ist der Dünger drauf, schüttet man den Graben wieder zu und schüttet einen kleinen Ring aus Erde um die Pflanze, damit Wasser dort stehen bleibt und nicht gleich von der Pflanze wegfließt.
Dann wird erstmal ausreichend bewässert.
Es ist wichtig vor allem in der ersten Zeit die Pflanzen gut zu gießen.

Wir haben für einen sauberen Look noch Unkrautvlies um die Pflanzen gelegt und darauf Rindenmulch verteilt,um Unkraut fernzuhalten.

Bewässerungsanlage 🚿

Wer lange bequemer sein will und trotzdem einen schönen Rasen haben will, muss einmal richtig anpacken und etwas Geld investieren, um eine Bewässerungsanlage zu verlegen.

Wir wollen nicht täglich den Sprenger manuell aufstellen und versetzen und gerne die moderne Technik für uns arbeiten lassen. Daher haben wir eine Bewässerungsanlage planen lassen und selber verbaut, welche automatisch jeden Tag startet und sich auch via App steuern lässt dank WLAN.

Die Corona-Krise hatte gerade zugeschlagen, als wir mit dem Verlegen anfingen. Also haben wir alles zu zweit gemacht und auch gut geschafft. Wir sind aber auch ein sehr gutes Team 😉

Also hieß es Gräben graben, Rohre verlegen, Sprinkler setzen und alles gut überprüfen und wieder zuschütten.
Eine tagelange Schufterei, die sich am Ende aber ewig lohnt.

Selbst der Vorgarten wird automatisch bewässert, weil Felix bereits früh daran gedacht hat ein extra Bewässerungsrohr nach vorne zu verlegen, bevor die Einfahrt gepflastert wird. Man erspart sich wirklich so einiges, wenn man alles in Ruhe durchplant-

Und überlegt wann welche Vorarbeiten gemacht werden müssen.
Und auch das Hochbeet hat Tropfleitungen und wird damit regelmäßig bewässert. Man hat ja fast ein schlechtes Gefühl, weil man so faul sein darf. Aber genau darum ging es uns ja – und Unkraut zupft sich leider immer noch nicht von alleine. 🙂

Detaillierte Schritte, mehr Bilder und Links zur Bewässerungsanlage findet ihr auf dieser Seite: Bewässerungsanlage.

Terrasse

Die Terrasse war unser erstes Außen-Projekt, was wir komplett alleine, zusammen mit Familie und Freunden, gestemmt haben.

Bis es so aussah waren aber ein paar Schritte nötig:

Umrandung

Als erstes haben wir ein Schnurgerüst gestellt, damit die Maße der Terrasse übertragen werden. Hier ist es wichtig bereits das Gefälle, vom Haus weg, mit einzurechnen.
Danach haben wir den Rand der Terrasse mithilfe von Randsteinen gesetzt.
Hier haben wir nicht die üblichen grauen Randsteine gewollt, sondern uns für einen Naturstein entschieden. Natursteine sind in der Farbe und Form unregelmäßig, weshalb das Einhalten der Richtlinie etwas schwieriger war.

Die Randsteine haben wir mit Betonestrich im Boden befestigt. Nach ein paar Stunden sind diese bereits fest, ausgehärtet aber noch nicht ganz. Daher sollte man sie ein paar tage vor der Weiterarbeit setzen.

Untergrundvorbereitung

Der Untergrund der Terrasse besteht aus einer Schotterschicht und Splitt. Beide Schichten zusammen, müssen die benötigte Höhe der Terrasse minus Plattendicke erreichen.

Wenn ihr also zum Beispiel einen Abstand von 15 cm zur geplanten Terrassenhöhe (bspw. Fensterbett) habt und die Terrassenplatte ist 4cm hoch sind, dann müsst ihr mit der Schotter und Splittschicht eine Höhe von 11cm erreichen. Die Splittschicht sollte 2-4 cm breit sein. Damit bleibt für die Schotterschicht eine Höhe von 7-9cm.

  • Schotterschicht
  • 2-4 cm Splittbett
  • Terrassenplatte

Der Schotter muss anschließend verdichet werden. Dafür gibt es Rüttelmaschinen, die man sich auch gut für einen Tag ausleihen kann.

Schotter verdichten mit Rüttler

Anschließend kommt die 2-4cm hohe Splittschicht. Am besten nimmt man 2-5mm großen Splitt, damit man genug Spiel beim Verlegen hat.

Man muss dabei immer drauf achten, dass die benätigte Höhe und das Gefälle eingehalten werden. Am besten spannt man sich dazu noch parallel zu den Randsteinen Richtschnüren weitere Schnüre in Mitten der Terrasse.

Nun geht es ans ebnen der Fläche. Dafür wird der Splitt mithilfe von einem Richtscheid (lange Wasserwaage) abgezogen. Diese liegt dabei auf „Abziehilfen“ (Stahlrohre), die ebenfalls nach dem Gefälle ausgerichtet sind und dafür sorgen, dass die Fläche gerade abgezogen wird. Die Oberkante der Rohe (Abziehhilfen) ist somit die Unterkante der Platten.

Richtiges Rechnen und mehrfaches Kontrollieren lohnt sich bei jedem Arbeitsschritt und vermeidet ein böses Erwachen am Ende.

Splittbett abziehen

Verlegen

Nachdem der Splitt richtig verteilt ist, geht’s ans Platten verlegen.

Für einen regelmäßigen Abstand der Platten untereinander gibt es extra Fugenkreuze, die vor dem Legen der Platte platziert und dann an den Ecken ausgerichtet werden.

Die Platten werden auf den Splitt gelegt und leicht mit einem Gummihammer angeklopft, damit sie sich gut in das Bett legen.
Die waagerechte Ausrichtung wird mit einer Wasserwaage kontrolliert. Die senkrechte Ausrichtung, also vom Haus weg, steht natürlich im Gefälle und darf nicht in der Waage liegen, hier könnt ihr euch an der Richtschnur orientieren.
Kleinere Korrekturen können mit dem Gummihammer vorgenommen werden.

Terrassenplatten verlegen

Um ein Wackeln der Platten zu vermeiden, muss entweder Splitt dazugegeben oder abgetragen werden an den entsprechenden Stellen.

Diese Schritte wiederholen sich, bis die Terrasse fertig ist.

Am Schluss müssen die Platten noch verfugt werden, damit kein Unkraut darin wächst. Hier empfiehlt sich Fugensand oder elastisches Fugenmaterial.