Warum eine Bewässerungs- bzw. Beregnungsanlage?

Für uns war von Anfang an klar, wir möchten einen schönen grünen Garten, der uns aber nicht all zu viel Zeit kostet.
Somit war für uns eine Anlage die uns das zeitraubende tagtägliche manuelle Bewässern abnimmt, die perfekte Lösung. Im folgenden beschreiben wir euch die einzelnen Schritte und das Vorgehen beim Bau einer Bewässerungsanlage.

Auf die richtige Planung kommt es an!

Wir haben unsere Anlage von KS Rain planen lassen. Super Service und top Ausführung. Ihr bekommt hier einen professionell aufgearbeiteten Plan, maßgeschneidert zu euren Bedürfnissen und das alles für nur 50€. Falls ihr euch entscheidet auch die Materialien dort zu beziehen, wie wir dies auch gemacht haben, dann werden euch die 50€ gut geschrieben.

Wir empfehlen auf jeden Fall eine Planung eines Profis. Sofern ihr euch die Ausführung, also das Verlegen der Rohre und das Anschließen der Sprinkler, nicht selbst zutraut, könnt ihr euch die Anlage auch komplett einbauen lassen. Entweder von KS Rain, falls ihr aus dem Rhein-Neckar Gebiet kommt, oder von einem Gartenbauer in eurer Nähe.

Zuallererst, solltet ihr einen Plan eures Grundstücks/Garten erstellen, um euch vorab ein Bild machen zu können, was ihr benötigt und wie eure zukünftige Gartengestaltung aussieht. Diesen Plan benötigt ihr auch um eine professionelle Planung der Bewässerungsanlage durchführen zu lassen.

Unsere erste Version, die wir von KS Rain bekommen haben war diese:

Auf diesem Plan könnt ihr die einzelnen Sprinkler erkennen, sowie auf der rechten Seite unsere geplante Hecke, unsere Terrasse, eine Lounge im Mittelbereich, sowie ein Gartenhaus im hinteren Bereich des Grundstücks, sowie die Einfahrt und den Vorgarten.

Ein wichtiges Detail bei der Planung ist der Vorgarten. Da für uns von Anfang an klar war, dass wir auch den Vorgarten automatisiert und ohne unser Zutun bewässern lassen wollen, war es wichtig, dass wir die Rohrleitungen bereits vor den Pflasterarbeiten in den vorderen Teil des Grundstückes verlegen müssen. Auf der Skizze könnt ihr diese in gelb an der rechten Hausseite erkennen.

Wir haben diese Leitung bereits beim Verlegen der Dach- Entwässerung mit in die Erde eingebracht. Um dies durchzuführen genügt ein ausreichend langes 25mm dickes PE-Rohr. Das bekommt ihr im Baumarkt oder auf Amazon.

Mit diesem Rohr, habt ihr die nötige Flexibilität für die Zukunft.

Ein weiteres wichtiges Merkmal der Beregnungsanlage, über das ihr euch vorab Gedanken machen solltet, ist der Steuerungscomputer oder das Steuerungsmodul. Uns war es wichtig, dass sich die Anlage nahtlos in unser Smart Home System integriert. Hier kam für uns nur die Firma Hunter in Frage. Die zentrale Steuerung von Hunter hat WLAN und eine passende Smartphone App mit der man alle nötigen Einstellungen und Zeitpläne erstellen kann.

Der fertige Plan und die Materialiste kam bereits nach 2 Tagen via Email an und wir konnten nach ein paar Korrekturen auch direkt bestellen. Die Lieferung war problemlos und schnell. Nun ging es zum zweiten Schritt, der Umsetzung.

Umsetzung und Einbau der Bewässerungsanlage

Wir haben uns dazu entschieden, das Verlegen selbst zu übernehmen. Um hier optimal vorbereitet zu sein, empfiehlt es sich YouTube einen (oder mehrere) Besuche abzustatten. Ein toller Kanal, welcher alles sehr einfach und simpel erklärt, ist KBS-Bewässerung. Hier gibt es zu allen wichtigen Schritten gute Videos.

Wer anderen einen Graben gräbt, hat ein „Grabengrabgerät“

Schon bei unseren ersten Gartenarbeiten, hatten wir große Mühe kleinere Löcher zu graben. Gerade im Bereich um das Haus ist die Erde meistens stark verdichtet und mit Schotter durchsetzt. Da wir knapp 90m Graben ausheben mussten, entschieden wir uns eine Grabenfräse zu leihen.
Hier ein Bild, dieses doch sehr mächtigen aber ungemein hilfreichen Geräts:

Grabenfräse
Bildquelle: https://www.zwo-gmbh.de/
Hier könnt ihr die Hauptgräben sehen in denen wir alle Hauptleitungen verlegen werden.

Erkundigt euch am besten bei Baumaschinen- Vermietern. Diese Fräse gräbt 30-40cm tiefe Gräben die perfekt dafür geeignet sind die Hauptleitungen eurer Bewässerungsanlage zu verlegen.

Haupt- und Zuleitungen

Der erste Schritt bestand darin in die Gräben die Hauptleitungen einzuziehen. Wir haben 3 Kreisläufe, also auch drei Hauptleitungen. Es empfiehlt sich diese an einem Stück einzuziehen und die Enden jeweils in Sprinklern enden zu lassen.

Die Sprinler werden mit sogenannten Stichleitungen zu den Seiten hin eingebaut. Hier wird jeweils eine Abzweigung verwendet, welche das 25mm Hauptrohr zu einem 10mm elastischen Zuleitungsrohr reduziert.

Zu beachten ist, dass bei jedem Sprinkler und bei jeder Reduzierung ein Dichtband am Anschluss eingedreht werden sollte. Somit könnt ihr kleinere Lecks vermeiden.

Tropfleitungen

Wir haben ca. 30m Hecke, die bewässert werden muss und 2 Hochbeete die auch regelmäßig Wasser benötigen. Um die Hecke und die Beete optimal mit Wasser zu versorgen, haben wir hier Tropfleitungen eingesetzt. Diese haben wir an der Hecke entlang gelegt und direkt in die Hochbeete integriert.

Tropfleitung direkt im Hochbeet integriert.

Die Tropfleitungen werden an den dafür vorgesehenen Hauptleitungen ganz normal mit einer Abzweigung angeschlossen.

Sprinkler und Düsen

Die Sprinklerdüsen werden erst ganz am Ende in die Versenkdosen eingedreht. Die Anlagen sollte zuerst komplett durchgespült werden, um Sand und Dreck aus den Leitungen zu entfernen. Danach können die Düsen in die Versenkdosen eingebracht werden.
Hunter bietet viele verschiedene Düsenarten, wie ihr im folgenden Bild sehen könnt.

Überblick Hunter Düsen. Eigenschaften und Wurfweiten.
Bildquelle: https://www.shopsystem.rasenbewaesserung.de/bewaesserungssystem/regner/Hunter-MP-Rotator-Duesen-62/

Einbau der Verteilerstation

Das Herzstück einer Bewässerungsanlage ist die Verteilerstation.

Diese Station beinhaltet die Magnetventiele, die vom Steuergerät geöffnet oder geschlossen werden und hier wird in den meisten Fällen auch die Hauptwasserleitung (Zuleitung) angeschlossen.

Um die Verteilerstation in Zukunft warten zu können, sollte diese in einem kleinen Schacht verbaut werden. Wir haben hier einen grünen Kasten bekommen, den wir vergraben haben.
Die Löcher für die Leitungen können einfach mit einem Bohrer gebohrt werden.
Auf den Boden des Kastens solltet ihr ein Splittbett einbringen, um die Anlage vor Schlamm und Sand zu schützen.

Abschluss und Feintuning

Sobald alle Leitungen verbunden sind, steht der erste Test an.
In den Versenkdosen sollten immer noch die „Spülkappen“ verbaut sein, damit der Dreck und der Schmutz aus den Leitungen gespült werden kann.

Nach dem ersten Test, sollten alle Leitungen und Verbindungen abgelaufen und auf Dichtigkeit geprüft werden. Es sollte nichts tropfen. Das kann durchaus etwas Zeit in Anspruch nehmen und weitere Tests bedeuten.

Sobald alles dicht und gespült ist, können die Düsen an die dafür vorgesehenen Positionen eingeschraubt und mittels der Drehköpfe eingestellt werden.

Et voilà, die Anlage ist fertig!

Gäste staunen übrigens nicht schlecht, wenn man es mithilfe des Handys regnen lassen kann. 🙂