🏡Bau ABC – Hausbau Begriffe

Man stellt schnell fest, dass es natürlich wie in jeder Branche auch bei einem Bauprojekt Begriffe und Abkürzungen gibt, die man erst einmal verstehen muss.
Hier eine paar gesammelte Hausbau Begriffe, die uns bisher so über den Weg gestolpert sind.
Mit Voranschreiten unseres Projektes kommen dann wahrscheinlich noch eine Menge dazu.

 

Altlasten

Altlasten sind vermerkte Belastungen des Grundstücks. Meist wurde der Boden aufgrund von falschen Lagerungen oder verkehrten Umgang mit Schadstoffen eventuell verschmutzt. Solchen Einträgen sollte man definitiv nachgehen und sich mit dem örtlichen Umweltamt auseinandersetzen.


Ausbaustufen

Fertighaus ist nicht gleich Fertighaus. Es gibt bei den meisten Anbietern die Möglichkeit zwischen verschiedenen Ausbaustufen zu wählen, um beispielsweise Geld zu sparen und selbst Hand anzulegen. Von Schlüsselfertig bis Bausatzhaus gibt es einige Abstufungen, die für jedes handwerkliche Können geeignet sind. Zudem müssen sich Bauherren bei der Materialauswahl nicht auf die des Anbietern beschränken, kümmern sie sich selber um den Innenausbau. Mehr zu den einzelnen Stufen haben wir hier geschrieben: Fertighaus Ausbaustufen


Bauen ohne Trauschein

Thematisch gehört es nicht zu Hausbau Fachbegriffen, aber vielleicht dennoch interessant für nicht verheiratete Paare.
Auch unverheiratete Paare können ohne Probleme Bauen und Kaufen. Beide Partner lassen sich als Vertragspartner beim Finanzierer oder Hausbauvertrag eintragen.
Einzig beim Antrag des Bausparers konnten bei uns nur Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner angegeben werden, damit ein Gemeinschaftsantrag gestellt werden kann. Jedoch müsste man sich Gedanken machen was passiert, sollte dem anderen etwas zustoßen. Eine Lebensversicherung könnte also eine Überlegung wert sein.


Bauherrenhaftpflichtversicherung

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung sichert gegen Zahlungen bei Material- oder Personenschaden während der Bauphase ab, die aufgrund schlechter Baustellenabsicherung (Beschilderung, Beleuchtung etc.) zustande kommen. Die Ausführung der Baustellenabsicherung gibt man meist an den Bauleiter ab, jedoch haftet im Ernstfall der Bauherr, da er für die Kontrolle Sorge zu tragen hat.
In einigen Privathaftpflichtversicherungen sind Bauherrenhaftpflichtversicherungen enthalten, jedoch muss man hier auf die abgedeckte Bausumme schauen. Ist die eigentliche Summe höher, muss man eine gesonderte Haftpflicht abschließen.

Die Abschlussgebühr bemisst sich an der abzudeckenden Bausumme und ist einmalig zu zahlen und läuft dann automatisch nach angegebener Zeit aus.


Bebauungsplan

Der Bebauungsplan gibt die Bauvorschriften eines Grundstücks vor. Hier sind Angaben zu erlaubten Geschosse, deren Flächen (GFZ), generell zulässiger Baufläche und zu Mindestabständen zu finden. Zusätzlich bestimmen einige Bebauungspläne Punkte, wie die Bepflanzung des Grundstücks, Farbe der Dachziegel und Einfriedungen (Zäune und Hecken) etc..
Die Dachneigung, Dachart und auch die Richtung des Firsts (Giebelseite) wird ebenfalls vorgeschrieben.


BMZ – Baumassenanzahl

Gibt an wie viel m³ Baumasse auf dem Grundstück zulässig ist. Wird aber eher für Gewerbe- und Industriegebiete verwendet.


GFZ – Geschossflächenzahl

Gibt das Verhältnis von Geschossflächen zu Grundstücksfläche an. Beispiel: GFZ sei 1,0. Dann sei es erlaubt bei einem Grundstück von 500m² eine Gesamtfläche über alle Geschosse von 500m² zu bauen. Bspw. 2 Geschosse zu je 250m².


GRZ – Grundflächenzahl

Gibt den Anteil bebaubarer Grundfläche auf dem Grundstück an (Baufensterfläche). Beispiel: GRZ sei 0,3. Dann dürfte man auf einem 500m² Grundstück 150m² bebauen. Dafür finden sich meist Details im Bebauungsplan des Grundstücks und in der Baunutzungsverodnung (BauNVO), die beispielsweise vorgibt, dass maximal 80% (GRZ 0,8) bebaut werden dürfen.


Grundschuldbestellung

Beschreibt die Eintragung einer Grundschuld in das Grundbuch des Grundstücks. Üblicherweise fordern Banken diesen „Pfand“ als Finanzierungsvoraussetzung. Die Grundschuldeintragung wird durch einen Notar beauftragt.


KfW (KfW40, Kfw55 …)

Oft begegnen Bauherren den Kürzeln KfW40, KfW55 oder ähnlichen, welche für Energie-Standards der KfW stehen. KfW steht für die Kreditanstalt für Wiederaufbau, welche vor allem im Bauwesen Förderprogramme in Bezug auf energieeffizientes Bauen und Sanieren bereitstellt.
Die Zahl gibt in allen Fällen stehts die Energieeffizienz des „KfW-Effizienhauses“ an. Hier gilt je niedriger die Zahl, desto geringer der Energiebedarf. KfW40 Häuser sind damit also besser als KfW55 Häuser im Energiebedarf.
Ohne groß fach zusimpeln kann man sagen, dass ein KfW40 Haus nur 40% der Energie eines Standard Effizienzhauses nach aktuellem Stand bedarf. Die Werte werden an die sogenannte EnEV (Energieeinsparverordnung) angelehnt. Frühere KfW40 Häuser sind heute deutlich schlechter eingestuft, da die Energieeffizienz immer weiter steigt.

Wer energieeffizient baut, kann sich entsprechend von der KfW fördern lassen und Kredite mit guten Konditionen beantragen. Je nach Standard müssen andere Bedingungen, wie eine bestimmte Außenwandstärke oder ähnliches, erfüllt werden. Bereits vor Kreditbeantragung muss bspw. durch einen Kaufvertrag nachgewiesen werden, dass diese Bedingungen erfüllt werden.


Smart Home

Intelligente, also „smarte“ Häuser sind mit gewissen Automationen ausgestattet, die den Alltag erleichtern, oder einfach Spaß machen sollen. Von programmierten Rollläden über verknüpfte Sicherheitssysteme bis zur intelligenten Steuerung von Heizung, Waschmaschine und anderen Haushaltsgeräten ist eine Menge möglich. Wir haben uns entschieden ein eigenes System zu bauen und kein standardisiertes System von einem Hersteller zu kaufen. Mehr über Smart Home und unser Projekt hier: Smart Home.